Themenstruktur & Fokusthemen der DMEA
Der DMEA Kongress greift zentrale Themen der Gesundheitsbranche auf. In kompakten, 60-minütigen Sessions teilen Akteure des Gesundheitswesens ihr Wissen und beleuchten aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Welche digitalen Lösungen werden heute bereits erfolgreich im klinischen Alltag eingesetzt? Welche Erkenntnisse aus den Erfahrungen anderer Einrichtungen können Sie für Ihre eigenen Projekte nutzen?
Der DMEA-Kongress verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, bewährte Verfahren und Praxisberichte. Erfahren Sie, welche Ansätze sich bewährt haben, welche Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten und wie Sie diese meistern können.
Im Fokus stehen außerdem regulatorische Anforderungen, der Nachweis der Wirksamkeit, Fragen der Finanzierung sowie Strategien, um Behandelnde und Mitarbeitende bei den Veränderungsprozessen einzubinden.
Ihr Mehrwert: konkrete Handlungsempfehlungen, fundierte Entscheidungsgrundlagen und praxiserprobte Lösungsansätze, die Sie in Ihre eigene Arbeit mitnehmen können.
Anwenderperspektive
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen hängt nicht allein von neuer Technologie ab, sondern auch davon, ob sie den Arbeitsalltag von Gesundheitsfachberufen tatsächlich verbessert. Pflegekräfte, Hebammen und weitere Gesundheitsberufe sehen sich mit den größten personellen Herausforderungen konfrontiert und verfügen gleichzeitig häufig über die geringsten Ressourcen für digitale Innovationen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt deshalb nicht nur in der Technik, sondern vor allem in einer nutzerzentrierten Gestaltung, einer hohen Akzeptanz und einem erfolgreichen Change Management.
Themen unter anderem:
- UX, Spracherkennung und intelligente Assistenzsysteme in der Pflege
- Controlling, Wirtschaftlichkeit und Steuerung digitaler Gesundheitsprozesse
- Digitalisierung der Gesundheitsfachberufe und Arbeitsentlastung
- KI-gestützte Pflegedokumentation und regulatorischer Rahmen
- Digitale Adoption, Kulturwandel und Change Management im Gesundheitswesen
Daten, Infrastruktur & digitale Souveränität
Der EHDS und der GDNG schaffen die regulatorischen Rahmenbedingungen für die digitale Gesundheitsversorgung. In diesem Themenschwerpunkt stehen die praktische Umsetzung und das Zusammenspiel von Datennutzung, Interoperabilität und digitaler Souveränität im Mittelpunkt. Dabei werden Ansätze beleuchtet, die durch eindeutige Identitäten, sichere Infrastrukturen und vertrauenswürdige Datenflüsse einen spürbaren Mehrwert für die Versorgung schaffen.
Themen unter anderem:
- Digitale Souveränität und sichere Gesundheitsinfrastrukturen
- EUDI-Wallet und digitale Identitäten
- Identity Management und vertrauenswürdige Patientendatenräume
- EHDS und GDNG – Umsetzung in der Versorgungsrealität
- Interoperabilität und Telematikinfrastruktur (TI)
Internationale Perspektiven
Digital-Health-Innovationen entstehen nicht im nationalen Alleingang. Internationale Regulierung, globale Koordination, grenzüberschreitende Kollaboration und gemeinsame Datenräume bestimmen zunehmend die Gestaltung einer resilienten und effektiven Gesundheitsversorgung.
Dieses Themenfeld blickt bewusst über die übrigen Programmschwerpunkte hinaus und bündelt alles, was die internationale Perspektive der DMEA prägt: von Künstlicher Intelligenz und Dateninfrastrukturen über Patient Empowerment, Fachkräfte und Prävention bis hin zu globalen Lieferketten und Gesundheits- und Sicherheitspolitik.
Themen unter anderem:
- Globale Innovationen und digital unterstützte Versorgungsmodelle
- Internationale Standards, Interoperabilität und Gesundheitsdatenräume
- Künstliche Intelligenz und digital unterstützte Gesundheitsversorgung im globalen Vergleich
- Grenzüberschreitende Kooperationen und Public-Private-Partnerships
- Resiliente Gesundheitssysteme, nationale Sicherheit und globale Regulierungs- und Zulassungskoordination
Investment und Translation
Innovationen entstehen nicht allein durch gute Ideen. Ob sie erfolgreich sind, entscheidet sich daran, ob sie den Weg in die Versorgung finden und langfristig wirtschaftlich tragfähig sind. Im Fokus des Digital-Health-Marktes stehen nicht Finanzierung und Wachstum um jeden Preis, sondern belastbare Geschäftsmodelle, erfolgreiche Translation und die nachhaltige Umsetzung innovativer Lösungen.
Themen unter anderem:
- (Inhouse-)Investments in Digital Health
- Nachhaltige Geschäftsmodelle und Digital-Health-Ökonomie
- Skalierung, Mergers & Acquisitions und Exit-Strategien im Digital-Health-Markt
- Translation von Innovationen in die Regelversorgung
- Konsolidierung des Digital-Health-Marktes und Investmenttrends
KI in der Versorgung
Künstliche Intelligenz eröffnet dem Gesundheitswesen neue Möglichkeiten und wird bereits in zahlreichen Pilotprojekten erfolgreich eingesetzt. Nun gilt es, diese Potenziale flächendeckend zu nutzen. Welche Lösungen schaffen den Sprung in die Regelversorgung und welche Erfolgsfaktoren sind entscheidend, um eine nachhaltige Implementierung zu ermöglichen?
Themen unter anderem:
- KI in der Regelversorgung und klinische Skalierung
- Generative, agentische und robotische KI im Gesundheitswesen
- AI Act, Regulierung und klinische Haftungsfragen
- Evidenz, Outcome und Datenqualität von medizinischer KI
- Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit von KI im Gesundheitswesen
Patient first
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens entfaltet ihren Nutzen erst, wenn sie bei den Menschen ankommt. Patientinnen und Patienten sollen nicht nur Empfänger digitaler Angebote sein, sondern ihre Gesundheit aktiv mitgestalten können. Digitale Selbstwirksamkeit, Gesundheitskompetenz und die elektronische Patientenakte (ePA) sind dabei zentrale Bausteine für mehr Transparenz, Eigenverantwortung und eine patientenzentrierte Versorgung.
Themen unter anderem:
- Patientenzentrierte digitale Gesundheitsversorgung und ePA
- Nutzerorientierte Innovation und Partizipation im Gesundheitswesen
- Digitale Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz
- Patient Empowerment durch digitale Tools und Datenzugang
- Digitale Gesundheitslösungen in der Versorgungsrealität
Sektorenüberwindung – Praxis statt Folie
Die sektorenübergreifende Versorgung ist seit Jahren ein zentrales Ziel des deutschen Gesundheitswesens. Doch im Jahr 2027 geht es nicht mehr nur um Visionen, sondern um konkrete Lösungen. Am Beispiel der digitalen Notfall- und Primärversorgung (116117) wird deutlich: Im Akutfall erleben Bürgerinnen und Bürger keine getrennten Versorgungssektoren, sie erwarten eine nahtlose Versorgung aus einer Hand.
Themen unter anderem:
- Sektorenübergreifende Versorgung und integrierte Versorgungspfade
- Digitale Notfall- und Primärversorgung (116117) als Anwendungsbeispiel
- Interoperable IT-Architekturen über ambulante, stationäre, pflegerische und rehabilitative Versorgung hinweg
- ePA und digitale intersektorale Kommunikation
- Telemedizin, Hybrid-DRG und neue Versorgungsmodelle
Sozialwirtschaft & Health-IT
Die Digitalisierung macht auch vor Krankenhäusern und Arztpraxen nicht halt. Wohlfahrtsverbände, Sozialleistungsträger und Kostenträger übernehmen einen wesentlichen Teil der Gesundheits- und Sozialversorgung. Gleichzeitig stehen sie vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen den digitalen Wandel gestalten und dem Fachkräftemangel begegnen. Zugleich gewinnen Prävention, soziale Teilhabe und niedrigschwellige digitale Zugänge für Bürgerinnen und Bürger zunehmend an Bedeutung.
Themen unter anderem:
- Digitale Transformation der Sozialwirtschaft bis 2027
- Finanzierung digitaler Sozial- und Gesundheitslösungen
- Wohlfahrtsverbände und doppelte Transformation (Digital und Fachkräfte)
- Eingliederungshilfe und Digitalisierung (BTHG/Teilhabe)
- Intersektorale Versorgung und sozialstaatliche Innovation